Klimaschutz – Lasst uns was tun!

27. März 2021
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WARUM WIR JETZT FÜR DEN KLIMASCHUTZ AKTIV WERDEN MÜSSEN.

Hand aufs Herz: Befasst Du dich aktiv mit dem Klimaschutz? Machst du etwas dagegen? Oder ist es für Dich ein „Dauerproblem“, das Du vertrauensvoll und in die Hände der Politik legst? Tatsächlich schreitet der Klimawandel mit Riesenschritten voran. Es ist mittlerweile wirklich ernst. Ich hatte in diesem Winter den großen Klima- & Umwelt Wachrüttler. Warum ein Spaziergang diesen Winter mit meiner Großen meinen Lebensstil auf den Kopf stellt und ich hier „grün“ werde, erzähle ich Dir hier …

„MAMA, WARUM IST KEIN SCHNEE DA?“

An einem Sonntag kurz vor Weihnachten beim Winterspaziergang. Meine 7-jährige Tochter wundert sich:

„Mama, komisch, dass wir im Winter spazieren gehen und es ist kein Schnee da. Und wenn er mal kommt ist er gleich wieder weg.“

„Ja ich weiß. Als ich so groß war wie Du, kam der Schnee irgendwann im November und ging nicht mehr vor Februar weg.“

„Ohh toooll. Warum ist das jetzt nicht mehr so?“

„Hm, weil es heute im Winter immer wärmer wird.“

„Warum?“

„Wegen dem Klimawandel.“

„Was ist der Klimawandel?“

„Die Erde wird immer wärmer. Die Ozonschicht, die die Erde vor der Hitze der Sonne schützt, hat ein Loch das immer größer wird.“

„Warum ist das Loch da und wird immer größer?“ Sie wirkt erschrocken.

„Weil wir Menschen Abgase erzeugen, die das Loch verursacht haben und immer größer werden lässt. Co2 Abgase sind das.“

„Warum?“ Sie ist jetzt sie sichtlich besorgt.

„Dafür gibt es viele Gründe. Autos, Fabriken die für uns bestimmte Produkte herstellen, Stromerzeuger, Kühe, die uns Milch und Fleisch geben.… es gibt ganz viele Produkte, die das Co2 verursachen.“

Sie denkt angestrengt nach. Ist dann aber schnell erleichtert:

 „Ach, aber dann ist es doch einfach! Mama, wir dürfen diese Sachen ab jetzt einfach nicht mehr kaufen!“

Glücklich, eine Lösung gefunden zu haben, rannte sie wieder davon und ließ mich zurück.

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ES SIEHT NICHT GUT AUS MIT DEM KLIMAWANDEL.

In den folgenden Tagen musste ich öfter an das Gespräch denken. Ich fing an, mich für Klimawandel, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu interessieren. Ich besorgte mir ein paar Bücher und habe mich eingelesen. Schnell war klar: Es schaut nicht gut aus. Die Berichte des Internationalen Klimarats IPCC lesen sich wie das Drehbuch für den nächsten Endzeit-Klassenschlager. Nur, dass es sich um UNSERE nahe Zukunftsprognose handelt. Das IPCC selbst rechnet aktuell damit, dass die Worst-Case-Szenarien eintreten. Unsere Enkelkinder werden also aller Voraussicht nach in eine Welt geboren, die nicht mehr dieselbe ist wie wir sie heute kennen.

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WAS WERDEN WIR DANN UNSEREN KINDERN SAGEN? ES IST IHRE ZUKUNFT.

Keine schöne Prognose. Ich stelle mir vor, was ich meinen Kindern sagen werde. Was sage ich, wenn der Meeresspiegel steigt, Wüsten sich ausbreiten, eine Naturkatastrophe nach der anderen uns plagt, klimabedingten Flüchtlingsströme kein Ende mehr nehmen und unser soziales Gefüge komplett aus den Fugen gerät? Sie werden Fragen stellen wie: „Mama, warum haben wir es soweit kommen lassen? Warum hat man nicht früher alles getan, was in unserer Macht steht das zu verhindern?“ Ich werde dann nicht sagen können: „Ja, das hätten wir getan, wenn wir es nur wussten hätten, mein Schatz.“ Ich werde dann sagen müssen: „Hm, ich weiß nicht. Weil wir keine Zeit hatten uns um klimaneutrale Alternativen zu kümmern. Wir hatten Wichtigeres zu tun. Die umweltschonende Alternative war uns zu teuer. Wir wollten uns nicht einschränken. Die Anderen haben es ja auch nicht gemacht. Eigentlich hat es mich nicht wirklich interessiert. Die Politik sollte sich doch kümmern. Eigentlich dachte ich, dass sie das auch gemacht haben. Wohl doch nicht…“

Diesmal können wir die Verantwortung nicht auf einen bösen Tyrannen in Syrien schieben. Oder auf ein Virus aus China. Diesmal leisten wir alle selbst unseren Beitrag dazu. Und das Horror-Szenario bahnt sich rasend an: Das Risiko ist extrem hoch und steigt jeden Tag.

1,5 GRAD FÜR EIN LEBENSWERTES LEBEN AUF DER ERDE.

Um unsere Lebensqualität auf diesem Planeten möglichst zu erhalten, muss die menschengemachte globale Erwärmung von Beginn der Industrialisierung 1850 bis 2100 auf möglichst nur 1,5 Grad begrenzt werden. Das ist das Ziel, welchem beim Übereinkommen nach der UN-Klimakonferenz in Paris 2016 alle Staaten der Erde zugestimmt haben. Ursprünglich waren es 2 Grad. Nachdem jedoch jede Kommastelle zählt und sich bereits jetzt verherrende Folgen in betroffenen Erdteilen abzeichnen, hat der Weltklimarat ICPP 2018 dringend empfohlen das Ziel auf 1,5 Grad anzupassen. Damals hieß es, dass dieses Ziel noch erreichbar ist. Dazu müsste sich der CO2-Ausstoß aber lange vor 2030 deutlich verringern und bis 2050 gegen Null gehen. Zur realistischen 1,5 Grad Erreichbarkeit oder ob es dafür bereits zu spät ist, gehen die Meinungen aktuell stark auseinander.

Ja, es ist ein gravierender Unterschied zwischen der „1,5 Grad“ und der „deutlich unter 2 Grad“-Zielerreichung. Trotzdem gilt: Je niedriger die globale Erwärmung umso besser. Die CO2 Emissionen müssen ab sofort DEUTLICH verringert werden. So oder so bleiben uns dafür keine 9 Jahre mehr Zeit.

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WIR KÖNNEN ALLE SOFORT ETWAS TUN.

Plötzlich scheint es mir unmöglich so weiter zu machen wie bisher. Schlagartig bin ich mir der Verantwortung bewusst, die ich als Mama habe. In meiner Rolle als Vorbild. Ich möchte, alles mir Mögliche dazu beitragen, dass es nicht soweit kommt.

Ich möchte einen Lebensstil, der zum heutigen Wissensstand mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit ermöglicht, dass meine Kinder ihre Kinder auf einem lebenswerten Planeten großziehen können.

Ich möchte meine Kinder nicht nur zu klugen, selbstdenkenden, den Dingen auch mal kritisch gegenüberstehenden Persönlichkeit erziehen. Ich möchte Persönlichkeiten, die auch diese Welt und ihre Ressourcen Wert schätzen und ihrer Verantwortung bewusst sind. Dazu gehört ein ressourcenschonender Umgang mit der Umwelt.

Unbedarft und keine Ahnung von den komplexen wirtschaftlichen Zusammenhängen einer Marktwirtschaft und den ökonomischen Prinzipien dieser Welt, hat mir meine 7-jährige Tochter ja beim Spaziergang erklärt wie es geht. Was sie sich von mir für den Klimaschutz erwartet.

Das Einfachste und Simpelste was ich, und jeder andere einzelnen Verbraucher im täglichen Handeln und Tun gegen den Klimawandel SOFORT machen kann: UNSER KONSUMVERHALTEN ÄNDERN.

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WIR MÜSSEN UNSER KONSUMVERHALTEN ÄNDERN.

Es ist ganz einfach: Die Produkte, von denen bekannt ist, dass sie der Umwelt schaden, darf ich nicht mehr kaufen und konsumieren. Vor allem wenn es Alternativen dazu gibt. Und die gibt es öfter als man denkt. Leider sind sie in der Regel mit MEHR verbunden. Mehr (Zeit)Aufwand und einem höheren Preis. Leider muss es oft schnell gehen und man hat das Geld ja auch nicht auf der Straße gefunden. Und so kommt es, dass man wohlwissend um die Situation, trotzdem im Discounter um die Ecke in Plastik abgepackte Wurstwaren kauft. Aber genau hier ist es wert aktiv zu werden:

Unsere Nachfrage ist unsere stärkste Waffe, die wir als Verbraucher im Kampf für das Klima einsetzen können!

Schließlich steuert in einer Marktwirtschaft die Nachfrage das Angebot. Unsere Macht als Verbraucher ist nicht zu unterschätzen. Am Ende funktioniert NICHTS wirklich, wenn WIR nicht mitmachen!

NACHHALTIG LEBEN. WENIGER STATT MEHR.

Meine Kinder vertrauen in mich, dass ich ihre Zukunft für sie lebenswert gestalten. Das Klima zu retten ist jetzt mindestens genauso wichtig, wie sich um ihre Bildung, den Bausparvertrag und alles andere zu kümmern. Denn was nützt ihnen das alles, wenn die Welt nicht mehr die Lebensqualität bietet, die sie heute hat? Was es bedeutet, sich frei auf dem Planeten bewegen zu können, wissen wir alle spätestens seit dem letzten Jahr. Die Pandemie hat uns gelehrt, wie schnell für uns Szenarien, die zuerst noch ganz weit weg und so etwas von unwahrscheinlich sind, plötzlich harte Realität werden können. Heute ist es COVID-19, später sind es klimabedingt zunehmende Naturkatastrophen, Flüchtlingsbewegungen etc. die uns und unserer Freiheit in die Knie zwingen. Spätestens jetzt muss klar sein: Das Ziel kann nicht mehr schneller, weiter und mehr von allem sein. Es ist zu viel: zu viel CO2, zu viel Konsum, zu viel Plastik, zu viel Müll, zu viel von allem. Wir leben über unsere Verhältnisse. Es ist Zeit sich einzuschränken. – Nein, nicht in unserer Bewegungsfreiheit (#coronanervt), aber in unserem Konsum und der damit zusammenhängenden Belastung, die wir unserem Planeten zumuten. Zukunftsorientierte, globale Unternehmen wie Patagonia und Stella MC Cartney machen es uns bereits vor. In einer kapitalorientierten und von Gewinnmaximierung geprägten Welt, setzen sie klare Zeichen. Sie beschließen weniger zu produzieren, um diesen Planeten zu entlasten. Natürlich funktioniert das am Ende nur, wenn wir als Verbraucher auch mitmachen.

WARUM ICH? ES GIBT DOCH EIN WIR?!?

Spannend wird es, wenn man einen näheren Blick auf unser klimabewusstes Verhalten wirft. In der „Zur Lage der Welt 2010“ des Worldwatch Institut wird eine Differenz zwischen dem „Wir“ und „Ich“ bei den Deutschen festgestellt. So war damals die Mehrheit der Deutschen nach einer Studie der Philipps-Universität Marburg der Meinung, dass „wir Bürger mehr für den Klimaschutz tun müssen“ und „wir durch unser Kaufverhalten viel bewegen“. Gleichzeitig ließ sich damals festgestellt, dass das aber leider faktisch nur relativ wenige umsetzen (Milke/Rostock, S. 17, Zur Lage der Welt 2010, Worldwatch Institut, oekom):

Offenbar schließt das „Wir“ die eigene Person nicht mit ein.“

Die Autoren prangern damals eine gewaltige Lücke zwischen der allgemeinbekundeten Bereitschaft und dem Handeln im Alltag an. Mich hat interessiert, wie die Zahlen heute, 11 Jahre später, aussehen. Das Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt führt seit 1996 alle zwei Jahre eine Studie zum Umweltbewusstsein durch. Eine Zwischenerhebung für das Jahr 2019 hat ergeben, dass die Einschätzung der Bürger und Bürgerinnen „genug zu tun“, wieder ansteigt (zwischendrin ist es auch mal gesunken). Gleichzeitig wird der Zustand der Umwelt schlechter bewertet als in früheren Jahren. Offensichtlich bereite sich eine gewisse Selbstzufriedenheit aus. Und auch die Differenz zwischen „Wir“ und „Ich“ scheint noch da zu sein. 2019 war ja ein Rekordjahr bei den SUV Neuzulassungen.

NIMM DEINE ZUKUNFT JETZT IN DIE HAND.

Ich muss gestehen, das wundert mich nicht. Ich kann es sogar nachvollziehen. Dank der Generation Z mit Frontfrau Greta Thunberg und der #FridaysforFuture Bewegung, ist der Klimawandel wieder in der Tagespolitik präsent. Seit zwei Jahren versuchen sie die Politik dieser Welt dazu zu bewegen die Klimakatastrophe irgendwie noch zu verhindern. Die Klimakrise ist wieder regelmäßiger Bestandteil der Tagesnachrichten mit neuen beunruhigenden Studienergebnissen und alarmierende Entwicklungen. Zuletzt mit neuen Erkenntnissen zu besorgniserregenden Entwicklungen des Golfstroms. Nichts von alledem hat MICH aktiv werden lassen. NICHTS. Erst dieses Gespräch mit meiner Großen neulich beim Sonntagsspaziergang hat mich in die Gänge gebracht. Tja, da steht aber eben nicht nur „irgendein“ 7-jähriges Mädchen. Es ist MEINE TOCHTER die von IHRER ZUKUNFT spricht. Immer öfter möchte sie mit mir ihre Träume und Pläne für die nächsten Jahrzehnte besprechen und teilen. Und mir ist klar:

„Unser Leben wird sich verändern. Heute können wir noch ein Stück weit selbst bestimmen wie. Morgen vermutlich nicht mehr.“

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HEUTE IST EIN GUTER TAG FÜR EINEN NEUANFANG.

Ich beschließe mich jenen die bereits Umdenken und Handeln anzuschließen. Anfangen kann man JEDERZEIT, am besten sofort. Aktuell stecken wir alle mitten im Pandemie-Wahnsinn. Ein unberechenbarer Alltag zwischen Quarantäne und Lockdowns. Es ist eine spezielle, sehr fordernde und kräftezehrende Zeit. Aber auch eine Zeit die Chancen mit sich bringt. Mathias Horx spricht in seiner Rückwärts-Prognose „48 – Die Welt nach Corona“ von einer „Bifurktation“ die wir hier gerade erleben. Das sind Tiefenkrisen, historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Aus meiner Sicht gibt es keinen besseren Zeitpunkt unser Leben und damit unserer Zukunft proaktiv in eine neue Richtung zu lenken. In eine klimaverträgliche, nachhaltige Zukunft. Ganz im Sinne von: Jede Krise eine Chance. Ergreifen wir sie doch jetzt.

Umwelt- und Klimaschutz muss am Ende von jedem Einzelnen gelebt werden. Und wenn ich es mache, ist es schon wieder eine mehr. Und vielleicht kann ich noch die eine oder andere Mama davon überzeugen es auch zu tun. Und, die dann wiederum eine… und plötzlich sind wir ganz viele. Zusammen können wir vielleicht Großes bewegen.

Also starte ICH. Heute noch.

Machst DU mit?

#futureisnow #mumsresponsibility #mumsforfuture #sustainablefamiliylife

Folge mir hier für einen nachhaltigen klimaneutralen Lebensstil mit Familie – für Euch & diesen Planeten! Mehr über mich erfährst Du hier.

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