Kinderleichte Schrankordnung

10. Mai 2018
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Hier findet ihr die ultimativen Tipps für die perfekte Ordnung und Organisation des Kleiderschranks eurer Kleinen.

 

Eine Kinderfreundliche Ordnung im Kinderkleiderschrank ist die halbe Miete! Das ist eines meiner großen Learnings der letzten Jahre.

 

Wie wertvoll es sein kann im Kleiderschrank der Kleinen Ordnung zu schaffen, merkt man erst, wenn die Arbeit immer mehr wird und die Zeit immer weniger. Für mich kam der Zeitpunkt als die Maus selbständiger wurde, sich selbst anziehen wollte und die Morgenroutine effizient – nach einem nicht ganz soo entspannten Zeitplan gestaltet werden musste (kurz: wenn es schnell gehen musste). Ich war früher nicht der ordentlichste Mensch. Heute hilft mir aber ein bestimmtes Ordnungssystem im Alltag Nerven, Zeit und Geld zu sparen. Wie, das möchte ich Euch im Folgenden zeigen. Die Situation, die es in den Griff zu bekommen gilt, kennt ihr vermutlich nur zu gut:

 

DIE CHALLENGE:

1. Man hat plötzlich MEHR Schränke zu organisieren.

Früher war ich bereits mit der Organisation meines eigenen Kleiderschranks leicht überfordert. Symptomatisch waren hoffnungslos überquellenden Regale, die morgendliche hektische Suche nach irgendwelchen Kleidungsstücken, die man an Plätzen vermutet hat, wo sie definitiv nicht waren, und wieder mal „NICHTS ANZUZIEHEN“ hat, weil ich beispielsweise im Frühjahr nicht rechtzeitig umgeräumt habe und noch alles voller Wintersachen war. Das Ergebnis: man nutzt in der Regel nur die obligatorischen 5% des Schrankes und hat wieder mal einen guten Grund zum Shoppen. Mittlerweile hat sich die Situation drastisch verschärft. Ich muss heute nicht nur einen, sondern DREI Kleiderschränke (meinen und die meiner beide Kinder) organisieren und „saisionfit“ machen. Vor vier Jahren für mich unvorstellbar, heute einfach Alltag.

 

2. Dazu hat man WENIGER ZEIT als früher.

Bis jetzt hat es auch irgendwie funktioniert. Man wächst da ja wie bei allem einfach irgendwie rein. Allerdings war die Situation der Kinderkleiderschränke ähnlich wie bei Meinem (nur mit süßen kleinen Teilchen bestückt): vollgestopft, relativ unübersichtlich und ohne weitgreifendes System. Daraus resultiert unweigerlich Chaos. Seit meinem Wiedereinstieg habe ich aber das große Problem, dass es in der Früh schnell gehen muss. Und das Chaos kostet Zeit, die ich nicht habe.

 

3. Die Kleinen wollen selbständig werden.

Zeitgleich wurde unsere Große selbständiger, wollte sich selbst anziehen und eigene Entscheidungen treffen was in der Früh gerne zu nerven- und zeitraubenden Diskussionen geführt hat („Nein Schatz, das hübsche Sommerkleid ist heute keine gute Idee für den Kindergarten. Es hat 5 Grad…“). Das Ergebnis: In der Früh, wenn wir das Haus verlassen haben war ich bereits gestresst und genervt. Die vielen Entscheidungen, das viele Suchen und Diskutieren bis ich die beiden Kinder und mich fertig für den Tag gemacht habe, gaben mir oft das Gefühl bereits einen halben Arbeitstag hinter mir zu haben bevor ich es überhaupt erst in die Arbeit geschafft habe. Kräftezehrender Alltag.

 

4. Die Kleinen wachsen! Der Kleiderschrank muss Lagerplatz bieten, da er sich ständig erneuern muss.

Neben dem morgendlichen Anziehen und der saisonalen Organisation, muss der Kleiderschrank der Kleinen einer weiteren Herausforderung bestehen: Die Größen ändern sich ständig und das noch in sehr beschränkt berechenbaren Abständen. Es wird daher gerne die nächste Größe bereits gelagert. Schon beim Einkaufen ist vorausschauendes Denken und ein gutes Gefühl für das Gedeihen der Sprösslinge gefordert. Und wenn man dann bei diversen sich bietenden Gelegenheiten (z. B. Endsaison Sales) vorausschauend für die kommende Saison zugeschlagen hat oder Oma/Paten/Freunde für uns mitgedacht haben, sollten die „Schätze“ zur rechten Zeit am rechten Ort griffbereit sein, um wieder auf dem Radar zu erscheinen bevor es schon „zu spät“ ist, d. h. bereits zu klein oder mehrfach vorhanden sind. Man sieht, die Organisation der Kleiderschränke der Mäuse könnte tagesfüllend sein. Mir war jedenfalls schnell klar, dass etwas passieren musste und das Sortieren allein nach Größen der Kleider nicht genügt…

 

 

DIE LÖSUNG:

Mit der richtigen Kleiderschrankorganisation Nerven, Zeit und Geld sparen!

Nach einem halben Jahr Experimente bin ich heute dort wo ich hinwollte – zumindest beim Kleiderschrank unserer 4-Jährigen. Meine neu geschaffene Ordnung in Mausis Kleiderschrank bietet mir einen schnellen ÜBERBLICK ÜBER DIE GESAMTE KLEIDERSITUATION und  eine KINDERFREUNDLICHE „USABILITY“. Das spart mir heute Einiges:

  • Ich spare mir Nerven, vor allem in der Früh da die Maus selbst genau überall da rankommt wo sie will, muss und soll. Ich habe kaum noch Diskussionen rund ums Anziehen.
  • Ich spare mir viel Zeit, da ich einen guten Überblick über alles habe. Ich muss kaum mehr was suchen und habe – sofern es Madame wünscht – die Outfits im Nu zusammengestellt und rausgesucht.
  • Ich spare mir Geld, da ich kaum mehr was doppelt kaufe, Fehlkäufe erleide oder was vergesse, weil ich stets ALLES im Blick, und damit auch ein gutes Gefühl dafür habe was in der aktuellen Garderobe fehlt bzw. wo wir keinen Bedarf oder gar ein Kaufverbot aufgrund von Überfüllung haben.

 

UND SO GEHT’S:

6 Schritte zur kinderleichten Kleiderschrankordnung

 1. Ein Schrank für ALLES.

Auch bei der Garderobe gilt: Aus den Augen aus dem Sinn. Für den schnellen Überblick, der in der Früh Zeit spart und dafür sorgt, dass nichts mehr vergessen oder übersehen wird, gibt es eine einfache Regel: Alles Relevante für die Tagesgarderobe muss in einem Schrank Platz haben. Okay, fast alles, außer:

  • Freizeitsachen: Für Schnee- und Badesachen sowie die Faschingsgarderobe habe ich einen Freizeitschrank im Keller.
  • Outdoorsachen: Jacken, Mützen, Regensachen und saisonaktuelle Schuhe sind in der Garderobe beim Eingang im Flur.
  • Schuhe: Die restlichen Kinderschuhe, die im Moment nicht gebraucht werden, sind in einem Regal im Keller.
  • Aussortierte Sachen: In den durchsichtigen Aufbewahrungsboxen im Keller sind die Kleider die zu klein sind und aussortiert wurden. Fertig zum weggeben.

= Im Kinderzimmer nur noch die aktuelle Tagesgarderobe sowie die Sachen für die nächste Saison und die nächsten Größen unterbringen. Dafür aber alles in EINEM Schrank!

 

2. Alles in der 1. Reihe = Alles im Blick.

Damit man aber auch tatsächlich alles im Schrank im Blick hat, sollte alles in einer Reihe eingeräumt werden. Alles, was in der zweiten Reihe dahinter liegt geht gerne „verloren“ bzw. wird gerne „vergessen“. Es ist wichtig, wirklich alles im Blick zu haben. Es reicht daher eine Schranktiefe von 38 cm. Ich empfehle einen Schrank mit geringer Tiefe der dafür die Höhe oder Breite des Raums nutzt. Das spart auch Platz im Zimmer, der den Kleinen zum Spielen bleibt. Tiefe Schränke fressen Raum und verleiten platzsparend in einer zweiten Reihe zu verstauen, was gerne zu spät rausgeholt und vergessen wird.

= Lieber in einen weniger tiefen Schrank investieren (ca. 38 cm reichen völlig) der den Stauraum in der Höhe (oder Breite) nutzt!

 

3. Unten für die Mäuse & Oben für die Mama.

Der Schrank wird nun in einen unteren und einen oberen Teil aufgeteilt:

  • Der untere Teil ist für die Mäuse: Die aktuelle Größe und aktuelle Saison werden hier einräumt.
  • Der obere Teil ist für Mum: Die Sachen für die kommende Saison sowie die größeren Größen, die auf ihren Einsatz warten, werden in den oberen, schwer zu erreichenden Regalen untergebracht. Da muss nur die Mama rankommen und das auch nicht so oft.

Dieses System hat sich bewährt, wenn die Mäuse anfangen selbständiger zu werden und sich selbst anziehen wollen/sollen/dürfen. Sie erreichen alles was sie brauchen und sehen nur was sie sehen müssen. Das erspart viele Diskussionen. Es wird kaum mehr vorkommen, dass im Winter das leichte T-Shirt angezogen werden möchte oder die Wollsocken bei 25 Grad herausgezogen werden, denn auch hier gilt: Aus den Augen aus dem Sinn. WICHTIG: Der untere Bereich muss im Stehen der Kleinen problemlos erreichbar sein, sonst läuft man Gefahr, dass sie zu klettern anfangen. Generell gilt: Den Schrank IMMER kindersicher an der Wand befestigen!

MEIN TIPP: Um die kinderfreundliche Usability zu erhöhen, habe ich die für die Maus relevanten Regale mit einem Dekoband markiert. Sieht hübsch aus und lenkt den Blick dorthin wo es relevant ist.

= Unten wird die Tagesgarderobe (aktuelle Größe/Saison) für die Mäuse eingeräumt und oben die kommenden Größen und Saison für Mum’s Überblick.

 

4. Stil definieren und Standardoutfits festlegen.

Wir haben dann Mausis saisonalen Stil mit Standardoutfits festgelegt. Im Herbst/Winter sind das: Rock, Hose, Kleid. Jedes Standardoutfit ist in seinen Bestandteilen definiert: z. B. Rock beinhaltet: Unterhemd, Unterhose, Strumpfhose, Longsleeve/Pulli, Rock). Gleich beim Aufstehen frage ich die Maus was sie heute anziehen möchte. Rock, Hose oder Kleid? So kann sie gleich eigene Entscheidungen treffen und hat mehrere Wahlmöglichkeiten. Wenn sie will sucht sie es sich das Outfit dann selbst raus. Die Bestandteile waren gleich gelernt (z. B. dass die Socken im Winter zur Hose und nicht zum Rock passen). Meist ist sie aber noch zu müde und möchte, dass ich ihr was raus lege. Das zieht sie dann selbst an. Dasselbe machen wir übrigens auch mit der Frisur. Wir haben 4 Standardfrisuren im Alltag: Zopf, Pferdeschwanz, Dutt oder „keine“ Frisur (= offene Haare mit Haarreif). Auch hier sucht sich die Maus aus was sie möchte. Damit kann sie ihre eigenen Entscheidungen treffen, ihren Stil selbst definieren und mir werden Entscheidungen abgenommen. Win:Win also.

= Saisonale Standardoutfits festlegen.

 

5. Regale mit Ordnungssticker beschriften.

Sind die Outfits festgelegt, werden die Teile in die Regale eingeräumt. Hat man den Platz, empfiehlt es sich ein Teil in je ein Regal zu räumen (alle T-Shirts ein Regal, alle Hosen ein Regal, etc.). Dann bleibt es übersichtlich. Das geht aber nicht immer. Damit es trotzdem für die Maus übersichtlich bleibt und sie ihr Outfit einfach selbst zusammenstellen kann, habe ich die Regale mit passenden Ordnungsstickers beschriftet. Ganz nach dem Montessori-Grundsatz: „Helfe deinem Kind es selbst zu tun“. Unterhosen und Socken habe ich in leicht herausziehbaren und einsehbaren Schubladen geräumt (von Ordnungsboxen bin ich im Kleiderschrank abgekommen, die werden bei uns gerne vom Kleinen herausgerissen und im ganzen Zimmer verstreut). Die Ordnungssticker mit den richtigen Symbolen geben der Maus die notwendige Orientierung. Angenehmer Nebeneffekt: Falls mal der Papa, Oma/Opa oder der Babysitter ranmuss, kann sich jeder gleich und einfach orientieren.

= Damit der Kleiderschrank kinderfreundlich zu bedienen ist, werden die Regale zur Orientierung für die Mäuse mit Ordnungsstickers beschriftet.

 

FÜR DICH: Die süßen Ordnungssticker zum Ausdrucken! Die süßen Ordnungsschilder habe ich übrigens machen lassen, da ich keine gefunden habe die mir gefallen. HIER stelle ich dir gerne das PDF zum Ausdrucken zur Verfügung. Das PDF ist für die HERMA Etiketten movable rund weiß 8 cm Artikelnr: 4889025 angepasst. Die Sticker lassen sich auch wieder gut abziehen. Meine Maus hat übrigens großen Spaß die Dinger nach ihrem Geschmack auszumalen.

 

6. Einmal in der Saison umräumen und ausmisten.

Im Idealfall wird die Garderobe am Ende jeder Saison umgeräumt, kurz bevor die Herbst/Winter bzw. Frühjahr/Sommer Mode in die Shops kommt und die Basar/Flohmarkt-Saison startet. Dann hat man einen guten Überblick darüber was man hat und was man braucht. Für die Teile, die im Alltag vor sich hin aussortiert werden habe ich ein eigenes Fach im Schrank, dort wird alles gesammelt und am Ende beim generellen Saisonwechsel mit geräumt. Zudem sehe ich so immer gleich, was grad wieder „nachgefüllt“ werden muss.

= Regelmäßig umräumen und aussortieren hilft den Überblick zu wahren.

 


PRODUKTEMPFEHLUNG:
Wählt flexible Schranksysteme die mit den Kleinen mitwachsen!

Meiner Erfahrung nach ist es sinnvoll von Anfang an für das Kinderzimmer ein flexibles Schranksystem zu wählen, das mit den Kleinen mitwachsen und sich an ihre Bedürfnisse anpassen kann. Der Schrank sollte sich erweitern und ggf. umbauen lassen. Die süßen und stilvollen Babyzimmer Schränke sind oft schnell zu klein. Schicke Wickelkommoden sind meist klobig und nehmen später viel Platz zum spielen weg. Wir sind beim neuen Kinderzimmer, nach langem Suchen wieder bei PAX von Ikea gelandet. Wir wollten eigentlich mal was anderes, aber Pax bietet hier einfach unzählige Möglichkeiten für die Innen- und Außengestaltung. Super passt hier die geringe Tiefe von 38 cm. Die Schränke können auch bis zu 2,36 m hoch gewählt werden. Da hat man ordentlich Stauraum für die nächsten Größen die auf ihren Einsatz warten. Vor allem kann man PAX super entspannt zu Hause in aller Ruhe mit dem Paxplaner planen und dann ganz bequem im Onlineshop bestellen. Der Lieferservice klappt super und ist gerade bei größeren und sperrigen Möbel sehr zu empfehlen. Generell lassen sich die Tipps aber mit jedem beliebigen Schrank umsetzen.


 

WICHTIG: Den Schrank immer an der Wand KINDERSICHER befestigen, falls die Kleinen auf die tolle Idee kommen zu klettern.

 

Viel Spaß beim Aufräumen, Umräumen, Ordnen und Organisieren!

 

P.S. Als nächstes nehme ich meinen eigenen Kleiderschrank in Angriff. Hier habe ich schon einen tollen neuen Ansatz im Blick, etwas ganz Neues. Freue mich schon aufs Ausprobieren… Ich berichte Euch dann ob und wie es funktioniert.

 

 

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